Neuheiten aus dem Verlag Ch. Möllmann

6.9.2011

Neuheiten Sommer 2011

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Gerhard Joedicke: Worte der Heilung für Erde und Mensch

in Anbetracht von Fukushima – eine Chronik

ISBN 978-3-89979-155-6;  13,00 Euro

Hamborner Taschenhefte 11

Ein Bild kam mir zu:
Als das Mega-Erdbeben verklungen war, wanderte ich durch das Feld der Zerstörung. Tagelang traf ich keinen Menschen, traf ich kein Tier. Das Hoffnungswort trug mich, bis ich müde und erschöpft zu einer großen Höhle kam. Im hohen Gebirge, dort traf ich einen uralten Mann.
Er bewegte ein Rad mit seinen Händen. „Was tust Du?“ fragte ich. „Ich sammle und hüte das Leid der Menschen. Ich keltere die Schmerztropfen in der Schale des Mitleids“ antwortete er.

Joachim Giebelhausen: Capriccios

Satiren, Parodien, Utopien

ISBN 978-3-89979-152-5;  14,00 Euro

Tausendundeine Nächte musste die Prinzessin Scheherazade dem Sassanidenkönig immer neue Geschichten erzählen.
Ähnlich erging es dem Autor dieses Büchleins. Auch dieser unterlag einem regelrechten Erzähl-Zwang, einer Sucht zu immer neuen kleinen Geschichten, satirischen, parodistischen, utopischen Fabeln, um schließlich diese 160 Seiten zu präsentieren. Im vorliegenden Fall allerdings war der Verleger der König und der Lektor der Henker …
Nun möge der Leser teilhaben an den manchmal recht absurden Phantasien und Verdrehungen, wie sie vielleicht
eher einem E.T.A. Hofmann einzufallen zustände als dem modernen Laptop-Schreiber heute.
Noch eine persönliche Bemerkung: Alles würde der Autor opfern – Haus, Freunde, Leibarzt, Auto oder den Hund sogar, dürfte er dafür nur seine absonderlichen Einfälle behalten.

Holle-Elke Harms: Glückliche Zeit in Schweden

ISBN 978-3-89979-144-0;  17,00 Euro

Wer je die Bücher von Clara Nordström oder Selma Lagerlöf gelesen hat, kennt bereits die großen Schwedischen Höfe der Vergangenheit mit der dort heimischen Noblesse und mit den großzügigen, glänzenden Festen, die dort gefeiert wurden. Als die Briefe schreibende Abiturientin auf so einem Hof in der Nähe von Vadstena als Kinder- und Hausmädchen aufgenommen wurde, da grüßte man anderswo schon nicht mehr mit „Danke für unsere letzte Begegnung“, da fragte man nicht mehr höflich: „möchte das Fräulein die Kinder zu Bett bringen?“ Es begann sich das lasche „Hej“ einzuschleichen. Man begann  alle Menschen mit „du“ anzureden statt mit ihrem Vornamen und eine Hausmutter fühlte sich nicht mehr als Mutter ihrer Hilfskräfte, denn es gab keine Hilfen mehr. Gutsherr und Hausmutter bewirtschafteten selber die Felder mit großen Traktoren. Nicht so auf dem Husberga gård, der neuen Heimat des „tyska flickan“. Da gab es noch ein paar Tagelöhner aus der Gemeinde, die seit Generationen zu ihrem Gut gestanden haben, aber sie waren alt. Die neue Zeit griff auch dort um sich. Geblieben ist aber die immer warmherzige Fürsorglichkeit der Hauseltern. Es lebten noch all die alten Rezepte und Gepflogenheiten, geblieben ist die alte Achtung vor jedem Schicksal, vor jedem Menschen, der in den ehrwürdigen Hof hereingewirbelt kam, das Interesse an seinen Wegen und die stete Hilfsbereitschaft. Da klapperte auch noch der alte Webstuhl mit all den überkommenen Mustern, da lebten die Schwedischen Lieder und Tänze, da sammelten sich die Gutsherren zur Hasen- Enten- oder auch Elchjagd. Das alles erscheint in den Briefen wieder, die den fernen Eltern nach Hause geschickt wurden, um sie teilnehmen zu lassen an der Welt ihrer weitgereisten Tochter. Es wird auch von einer abenteuerlichen Reise mit dem Daumen auf der Landstraße berichtet nach Mårbacka in Värmland, dem Hof von Selma Lagerlöf, und von den Bemühungen, in Uppsala ein Studium zu beginnen. Auch das brachte wieder kleine Reisen und Erlebnisse mit sich. Und so gab es auch  fremde Städte und Museen, die von der Landesgeschichte erzählten. Und alles sollte unvergessen in den Briefen erzählt werden, denn wer kam damals schon nach Schweden?

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